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Death Valley

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Als wir Bishop verließen machten wir uns auf in das „Death Valley“. Wir hatten überhaupt keine Vorstellung was uns erwartete, wir fuhren einfach drauf los und wollten kurz stoppen da es auf dem Weg in die Red Rocks lag. Im Nachhinein muss ich sagen, könnte man im Death Valley mindestens eine Woche, wenn nicht zwei, verbringen.
Gleich zu Beginn holten wir uns einen großen Schreck als zwei Kampfjets direkt über unser Auto hinweg zogen. Wir parkten beim ersten großen Parkplatz und beobachteten die zwei Kampfjets beim trainieren im Canyon. Imposant, aber auch schockierend wenn ich daran denke, dass sie in Kriegsgebieten eingesetzt werden. Das Geräusch und der Sog wenn ein solches Gerät über dich hinweg zieht ist Magenumdrehen.
Der Ausblick in das erste Tal war bereits unglaublich, als wir dann mit unserm Roady über den nächsten Pass hoch schnauften erwartete uns noch ein viel schönerer Ausblick. Das Death Valley ist ein riesiges Tal das teilweise bis zu 80 Meter unter dem Meeresspiegel lieg…

Wo ist nur die Zeit geblieben?

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Eigentlich wollten wir letzten Samstag (25. Nov) weiter fahren, doch jetzt sind wir doch noch eine Woche geblieben. An unserem geplanten letzten Bouldertag hab ich mir beim ersten Versuch in meinem Projekt den Rücken verrissen. Tja, das war’s dann mal mit bouldern. Am nächsten Tag bin ich mit einem Hexenschuss aufgewacht und bin gar nicht erst aus dem Bett gekrabbelt. Trotzdem wollte ich mein Projekt nicht so einfach aufgeben und wir entschieden uns hier zu bleiben bis ich wieder fit bin und den Boulder noch einmal probieren kann. Die drei Tage Regeneration haben sehr gut getan und wenn die Schmerzen nicht gewesen wären hätte ich sie noch etwas mehr genossen. Ich bin den ganzen Tag im Bett oder in der Sonne beim Lesen gelegen und als der Magnus und der Elliott vom Bouldern kamen, fuhren wir gleich in die Hot Springs, anschließend gab es was feines zum Essen und ein paar Bier. Der Elliott hatte meistens seine Gitarre dabei und an einem Abend brachten wir ihm den Klassiker „Hupf in Gatsc…

Hängen geblieben

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Eigentlich wollten wir in Bishop nur eine Woche bleiben, doch nun sind es schon drei. Was ist so besonders an dieser kleinen Stadt?
Zum Einen sind es natürlich die Boulder- und Sportklettergebiete rund um die Stadt herum, von denen wir immer noch nicht alle gesehen haben. Kaum hat einer von uns ein Projekt geschafft, hat der Andere schon wieder ein Neues gefunden. Und das Problem hier, es gibt einfach unzählig viele geniale Boulder. Außerdem haben wir "Pine Creek" entdeckt, was zwar nicht so wirklich mein Fall ist, aber der Magnus hat sich sofort in das schöne Sportklettergebiet verliebt. Mittlerweile sind meine beiden Oberarme voll mit Kinesiotape, da wir viel zu viel Motivation für mehrere Rasttage haben. Unser Rhythmus zwei Tage Vollgas ein Tag rasten ist vielleicht nicht optimal für drei Wochen Bouldern. Und trotzdem wache ich immer noch an den spärlich gesäten Rasttagen auf, blicke auf meine Finger und überlege, ob wir nicht doch klettern gehen sollten…
Ganz bestimmt sind …

An meine Imster-Oma

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Liebe Oma,
Immer wenn ich auf Reisen gehe machst du dir Sorgen, dass ich nicht genug esse oder wir irgendetwas gefährliches machen. Der Opa sagt dann immer, bleibt doch daheim, hier habt ihr alles was ihr braucht. Ja, das stimmt! Daheim haben wir alles, eine wunderschöne Wohnung, unsere Familie, Berge, alle Sportgeräte um diese zu erkunden, Autos, meistens einen vollen Kühlschrank und viele Freunde um unseren Horizont zu erweitern. Und doch sind wir gierig, wollen mehr! Mehr sehen, mehr erleben, raus aus dem Alltag und abtauchen in ein fremdes Land.
Das Reisen ist keine Flucht, ich bin gern daheim, sehr gern sogar. Meine Reisen sind eher so etwas wie eine Draufgabe, die Sahne auf der Sachertorte. Ich kann sie so sehr genießen, weil ich weiß, dass ich zu Hause alles habe.
Viele glauben, dass wir mutig sind, da wir diese Reise in Angriff genommen haben. Weshalb soll dieses Abenteuer Mut erfordern? Wir haben alle möglichen Versicherungen, genug Geld und eine Familie die uns im Notfall d…

Bishop

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Vom Big Wall klettern zum Bouldern – Kulturschock pur! Gott sei dank haben wir gleich am ersten Tag hier in Bishop ein paar Schweitzer und einen Tschechen getroffen, die uns die Umstellung erheblich erleichterten. Gemeinsam starteten wir in die Buttermilks, eines der bekanntesten Bouldergebiete der Welt. Mit viel Motivation zogen wir los und wurden mit ein paar genialen Bouldern belohnt. Natürlich blieben wir beim ersten Block den wir sahen hängen, ca. 1 Minute Zustieg, und als wir diesen abgegrast hatten drehten wir uns um zum nächsten Block. Die Buttermilks sind landschaftlich wunderschön gelegen und ein großes Ei liegt hier neben dem anderen. Ein Traum für jeden Boulderer, egal ob Hard- oder Softmover.
Mittlerweile ist es schon ab 5 Uhr dunkel und die Nächte sind lang und kalt. Was also tun? Party all night long ist die Antwort. Die Zeit mit den Jungs war einfach nur genial. Gemeinsam kochen und anschließend einige Bier trinken, Billard spielen oder einfach nur chillen. Vor allem nach…

Beauty Yosemite

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Das Yosemite Valley ist überlaufen und momentan sind überall Baustellen. Nicht nur auf der Straße, auch in jeder bekannten Route steht man im Stau. Das übliche *piep*piep*piep* weckt uns täglich um 7 Uhr und das nachdem die Nacht davor irgendwer bis spät in die Nacht Party gemacht hat.
Wir hatten nie das Gefühl in einem Nationalpark zu sein, eher in einer großen Stadt und jeder der mich kennt weiß wie gern ich in der Stadt bin. Zudem lebt man immer unter den hohen Bäumen und die Sonne erreicht das Tal erst spät um diese Jahreszeit. Es ist kalt und doch zu heiß um in der Sonne zu klettern. Wäre da nicht dieser geniale Fels und diese wunderschönen Routen ...
Ich hab die Zeit im Valley leider nicht so genießen können wie unsere vorherigen Stopps und doch bleiben so viele schöne Erinnerungen, Routen, Momente, Menschen.
Anstehen beim Camp 4 für die begehrten Plätze
Baustelle am Parkplatz vom Camp 4
Um durch das Valley zu fahren muss man den Loop nehmen und im Stau stehen
Baggerfahrer
... …

The Nose

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Nach dem Half Dome gönnten wir uns zuerst einmal zwei Rasttage und genossen die Sonne in den Meadows, erledigten einige Dinge und füllten unsere Energiespeicher mit reichlich viel Essen. Am Donnerstag hatten wir dann einen echt besch… Klettertag. Eigentlich wollten wir The Rostrum noch einmal versuchen, doch die Route war übervoll mit Menschen. Ich war fertig mit den Nerven und wollte auf der Stelle das Valley verlassen. Nach der Ruhe am Half Dome war mir das Valley einfach nur viel zu hart und dann sind auch noch alle Routen so überlaufen: Als ich mich nach zwei Bier und einer großen Jause wieder beruhigt habe sind wir in eine neue Route eingestiegen. Etwas abgeschieden von all dem Mainstream liegt die Border Cauntry am Middle Cathedral. Ein Genuss sondergleichen! Wir kletterten mit Begeisterung die fünfzig Meter Längen zügig dahin, bis uns ein Fehler zum Rückzug zwang. Dummerweise hatten wir vergessen die Rapline (das extra Seil zum Abseilen) dem Vorsteiger zu übergeben und es verhed…